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DGUV Regel 109-017 - Prävention statt Nachsorge

Als Unternehmer bzw. Betreiber von Arbeitsmitteln kann man in dem Dschungel an Vorschriften und Gesetzen schnell den Überblick verlieren. Dies entbindet jedoch nicht davon, gesetzliche Vorgaben entsprechend einzuhalten um die Arbeitssicherheit zu erhöhen und das Risiko für Unfälle deutlich zu senken. Publikationen der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) sind daher zwingend zu beachten.

 

Was sind DGUV Regeln?

Zum DGUV-Regelwerk zählen Regeln, Informationen und Grundsätze. Sie alle richten sich in erster Linie an den Unternehmer, um diesem eine Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und/oder Unfallverhütungsvorschriften zu geben. Das Regelwerk der DGUV zeigt dabei Wege auf, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. DGUV Regeln konkretisieren Inhalte aus:

  • Staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Gesetze, Verordnungen)
  • Unfallverhütungsvorschriften und
  • Technischen Spezifikationen

Und stellen die Erfahrungen der Präventionsarbeit der UV-Träger zusammen. DGUV Branchenregeln sind besondere DGUV-Regeln, die das bestehende komplexe Arbeitsschutzrecht insbesondere für die Unternehmen und Bildungseinrichtungen einer bestimmten Branche verständlich zusammenfassen und um das Erfahrungswissen der UV-Träger ergänzen. Branchenregeln bilden ein tätigkeits-, arbeitsplatz- oder arbeitsverfahren-bezogenes Gesamtkompendium für Betriebe und Einrichtungen einer bestimmten Branche.

Einer der wichtigsten Publikationen in diesem Bereich ist die neue DGUV Regel 109-017, welche im Februar 2021 erschienen ist und die bisherige DGUV Regel 100-500 Abschnitt 2.8 (ehemals BGR 500 ehemals VBG 9a) ersetzt. Diese neue DGUV Regel mit dem Titel „Betreiben von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb“ erläutert Gefährdungen und mögliche Schutzmaßnahmen zum sicheren Betrieb von Lastaufnahmeeinrichtungen. Sie liefert Unternehmern und Unternehmerinnen einen kompakten Überblick bezüglich ihrer organisatorischen Pflichten bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und der Auswahl und Qualifizierung von Beschäftigten. Darüber hinaus erhalten Praktiker*innen Hinweise zur sicheren Verwendung und Prüfung von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln.

 

Was ist neu?

Wesentliche Änderungen der neuen DGUV Regel sind:
  • Ganzheitliche Betrachtung und Umsetzung der Vorgaben aus der BetrSichV
    Verantwortung und organisatorische Voraussetzungen für den Betrieb von Lastaufnahme- und Anschlagmitteln – Es ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen.
  • Kontrolle vor der ersten Verwendung konkretisiert – Bedienungsanleitung muss vorliegen
  • Es ist eine Qualifizierung / Ausbildung zum Befähigten für das selbstständige Anschlagen von Lasten im Hebezeugbetrieb gem. DGUV R 109 – 017“ gem. Anhang B erforderlich
  • Hinweise zur Verwendung von Einweghebebändern nach DIN 60005
  • Neue Definition Scharfe Kante bei Anschlagmitteln
  • Anschlagen von langen und schlanken Gütern konkretisiert
  • Anschlagmittel dürfen nicht mehr durch Umschlingen des Lasthakens gekürzt werden
  • Prüfung von Drahtseilen gem. Tabelle 1 neu definiert
  • Aufzeichnung und Aufbewahrung von Prüfnachweisen konkretisiert

 

Worum geht es in der neuen DGUV?

Im Wesentlichen geht es in der neuen DGUV Regel 109-017 darum, wie Lasten mit Hebezeugen sicher angehoben werden. Denn angehobene Lasten stellen z.B. wegen möglicher Lastabstürze stets eine hohe Unfallgefahr dar. Dabei gilt: Je höher eine Last angehoben wird und je schwerer sie ist, desto schwerwiegender sind meist auch die Unfallfolgen. Daraus ergeben sich für den Anschläger folgende Fragestellungen:

  • Was muss ich als Anschläger beim Anheben von Lasten mit Hebezeugen wie z.B. Kranen beachten?
  • Wie schlage ich die Last sicher an?
  • Warum ist je nach Situation ein bestimmtes Anschlagmittel besser geeignet um Lasten mit Hebezeugen anzuschlagen, als ein anderes?
  • Wann muss ich zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen?
  • Wo bestehen besondere Gefährdungen?

 

Wie gehe ich als Betreiber/Unternehmer auf Nummer sicher?

Unternehmer/Betreiber sollten Ihre Mitarbeiter für den sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln regelmäßig bei spezialisierten Fachunternehmen wie z.B. Carl Stahl schulen lassen. Die Carl Stahl Fachreferenten verfügen über das notwendige Know-how und schulen die Teilnehmer nach den aktuell gültigen Vorschriften. Bei individuellen Kundenseminaren vor Ort können die Schulungsinhalte an die Anforderungen des Kunden angepasst werden. D.h. es wird nur geschult, was auch benötigt wird und zum Einsatz kommt. Alle Schulungsunterlagen sind auf Basis der neuesten Vorschriften erstellt. So bietet Carl Stahl unter anderem Ausbildungen zur Befähigten Person für die Prüfung von Anschlagmitteln an aber auch Schulungen, um Mitarbeiter zu befähigen gemäß Anhang B der DGUV Regel 109-017, damit diese Lasten sicher anschlagen können. Wer also auf Nummer sicher gehen will meldet sich am besten noch heute zu einem Carl Stahl Fachseminar an.

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